Quarantäne im Container

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Fünf Schauspieler*innen begeben sich für 14 Tage in Quarantäne. Dafür hat jede*r einen eigenen Glascontainer bekommen, in den nur eine begrenzte Auswahl an Gegenständen mitgenommen werden dürfen. Am 1. August hat das Experiment begonnen – wir waren dabei. Der Nino aus Wien hat auch vorbeigeschaut.

Am Feriendorf Königsleitn im Waldviertel wird seit Samstag ein Pentagon aus Containern bewohnt. Alina Schaller, Anna Marboe, Anton Widauer, Tilman Tuppy und Felix Kammerer leben, schlafen, essen und arbeiten, um nach 14-tägiger Selbstisolation eine gemeinsame Performance auf der Seebühne darzubieten. Der Tagesablauf ist neben drei Mahlzeiten durch zwei „Rituale“, die täglich zur gleichen Zeit stattfinden, unterteilt. Kontakt zur Außenwelt gibt es, bis auf den Gang zur Dusche, keinen. Nur eine Glasscheibe bietet Einblick in die einzelnen Lebens- und Schaffensräume der Isolierten.

Ein Rundgang durch Ausstellungsräume, ein Besuch der Einsamkeit anderer. (kollekTief)

Was machen isolierte Schauspieler*innen im Glascontainer? Singen, tanzen, musizieren und erzählen. Dieses Ringen mit dem Zustand der Isolation und dem Verlust der „Normalität“ kann vor Ort insgesamt 336 Stunden mitverfolgt werden. Außerdem werden die Isolationswelten der Performer*innen nach der Quarantäne für das Publikum begehbar sein. Das Projekt ist von 1. bis 15. August 24 Stunden täglich frei zugänglich. Selbst der Nino aus Wien kam vorbei, um den Isolierten ein Gutenachtlied zu trällern.


Video: Hammel | Schild
Musik: Florentin Bergsmann
Lichtdesign: Sabine Wiesenbauer
Tontechnik: Robert Bastecky
Produktionsleitung: Amelie Wimmer
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Redakteurin | Fotografin | Literaturwissenschaftlerin.

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