\seiteneingang – das Theaterabo mit Überraschungseffekt

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Q wie Kultur ist ein Verein bestehend aus Antonia und Ella. Gemeinsam haben sie ein Theaterabo namens \seiteneingang entwickelt, das dabei helfen soll, Theaterbesuche möglichst einfach und abwechslungsreich zu gestalten. Dadurch wollen sie zeigen, dass ein Besuch im Theater weder einseitig noch kostspielig sein muss.

„Oft ist es so, dass Theater als Medium für viele Menschen überhaupt nicht zugänglich ist. Es gibt mehrere Theaterabos von einzelnen Theatern, aber es gibt keine günstige Variante für unterschiedliche Theater“, erklären Antonia und Ella. Dieser Problematik haben sich die beiden angenommen und bereits vor Corona war die Idee für \seiteneingang geboren. Anfänglich wurde das Projekt im Freundeskreis getestet und erfreute sich großer Beliebtheit: „Wir sind mit 20 verschiedenen Leuten zu vier Theaterterminen in unterschiedlichen Theatern gegangen und haben geschaut, wie es ankommt. Das Feedback war sehr gut.“ Nach der geglückten Testphase und der Aufhebung der Pandemiemaßnahmen wurde das Projekt im Sommer 2021 in die Tat umgesetzt.

Gegen den Aufwand und für die Erfahrung

Es gibt viele Barrieren bei bei einem Theaterbesuch: Man hat kein Wissen über das Angebot, kennt die Tarife und die unterschiedlichen Theater Wiens nicht

Deswegen ist es die Mission von \seiteneingang Leute ins Theater zu bringen, um zu zeigen, wie vielfältig das Programm ist, und ein Angebot für ein theaterübergreifendes Abo zu schaffen. Zum Zielpublikum zählen, neben bereits an Kultur interessierten Personen, Menschen, die noch kaum bis wenig Berührungspunkte mit Theater hatten. „Viele Leute haben bzw. hätten Interesse an Theater, es fehlt ihnen aber ein Anknüpfungspunkt bzw. glauben viele, dass es zu teuer ist. Aber der Eintritt ist oft nicht teurer als zwei Bier“, erzählt Ella und deutet auf das Getränk vor mir. Aber selbst für Theaterliebhaber*innen ist immer etwas Neues dabei, was man sonst nicht auf dem Schirm hätte.

Was \seiteneingang ausmacht

Das klassische Theaterabo versucht Theaterpublikum an ein Haus zu binden. Bei uns ist es genau umgekehrt: Wir bringen über ein Abo Meschen in verschiedene Theater und finden, dass das nachhaltiger ist

Hauptsächlich liegt der Fokus dabei auf Klein- und Mittelbühnen mit wenig Reichweite. Diese bieten eine große Bandbreite an Genres und \seiteneingang ist es wichtig, dass von allem etwas dabei ist: „Die erste Prämisse ist: Es soll nicht fad sein, sondern es soll Spaß machen und eine gewisse Leichtigkeit mitbringen.“ Ein besonderes Merkmal dieses Abos ist die Option auf Überraschung: Dadurch erfährt man nur wann und wo das Stück stattfinden wird, aber nicht welches es sein wird. Die genaueren Informationen werden den Abonnent*innen einen Tag davor gesendet.

 

Aber keine Sorge, entscheidet man sich für die Überraschung, wird man trotzdem nicht ins kalte Wasser geschmissen: „Bei den Stücken, die etwas Vorwissen benötigen, gibt es ja unser Rahmenprogramm. Beziehungsweise hat uns z.B. bei einer Performing Arts-Vorstellung die Leiterin eine Einführung in das Programm gegeben, damit sich alle auskennen.“ Sollte man sich trotzdem spontan dagegen entscheiden, sich überraschen zu lassen, kann das Programm auf der Webseite eingesehen werden. „Es gibt auch Leute, die die Überraschung buchen und dann doch meinen, dass sie es nicht mehr erwarten konnten und die Infos bereits angesehen haben.“

\seiteneingang ist deshalb ein Theaterabo, das für jede Überraschungen gut ist. Man lernt auf jeden Fall mehrere Theater kennen und findet vielleicht ein neues Lieblingstheater.

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Titelbild ©Andreas Schönfelder: Ella Mürzl und Antonia Mittendrein

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